Hier gibt es eine kurze Übersicht über meine bisherigen chemischen Arbeiten. Beide Werke wurden am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig im Arbeitskreis von Prof. Dr. Manfred Fild angefertigt.

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Synthese und Eigenschaften von 1,3-Diphosphorinanen und 1,3,5-Triphosphorinanen

Meine Dissertation wurde von Juni 1997 bis August 2001 am IAAC erstellt. Sie wurde online publiziert. Jeder, der sie gern mal lesen möchte, kann ja einfach mal reinschauen.

Hier schon mal der Hinweis zu DULM, dem UltimativenLiteraturverwaltungsMakro, mit dem diese Arbeit erstellt wurde. Bei der Konvertierung der Word-Datei in PDF bleiben alle Literaturverweise als Links erhalten!.

 

Darstellung und Reaktionen von 1,3-Diphosphorinanen

Meine Diplomarbeit habe ich von September 1996 bis Juni 1997 am gleichen Institut angefertigt. Auch Sie wurde mit DULM erzeugt und in PDF gewandelt.

Hier mal zur groben Übersicht die Einleitung:

Organo-Phosphorverbindungen haben in den letzten Jahrzehnten eine vielfältige Verwendung in den verschiedensten Bereichen der Chemie gefunden. Der größte Teil entfällt hierbei auf die Bereiche des Pflanzenschutzes, der Schädlingsbekämpfung und der organischen Synthesechemie. Weiterhin dienen Organo-Phosphorverbindungen als Weichmacher und Schaumregulatoren bei der Herstellung von Kunststoffen, in der Komplexchemie verwendet man Phosphorderivate als Liganden für homogen arbeitende Metallkatalysatoren.

In den meisten Fällen handelt es sich um acyclische Verbindungen des Phosphors. Organische Verbindungen mit Phosphoratomen als Bestandteil von Ringen sind bisher weniger untersucht worden. Zu den Phosphorheterocyclen zählen zum Beispiel die gesättigten Cyclohexan-Abkömmlinge mit zwei Phosphoratomen im Ring — die Diphosphorinane. Je nach Stellung der Phosphoratome im Ring unterscheidet man drei Konstitutionsisomere [(I), (II), (III)], wobei in dieser Arbeit nur auf Synthese und Reaktionen des Typs (II), den 1,3-Diphosphorinanen, eingegangen wird

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Abbildung 1: Konstitutionsisomere des Diphosphorinans

Das Auftreten des Phosphors in solchen Heterocyclen mit unterschiedlichen Oxidationsstufen und Koordinationszahlen führt zu einer großen strukturellen Vielfalt der Verbindungen. Insbesondere wurde die NMR-Spektroskopie der magnetisch-aktiven Kerne 31P, 1H und 13C verwendet, um Aussagen über die stereochemischen Aspekte der untersuchten Substanzen zu gewinnen.

Durch die Synthese des Methylenbis(dichlorphosphan) 1977 von Novikova et al. und Fild et al. stand eine Ausgangsverbindung zur Verfügung, die den Einstieg in die Klasse der methylenverbrückten Diphosphane ermöglichte. Weitere Arbeiten von Stelzer et al. über funktionalisierte methylenverbrückte Diphosphane R(X)P-CH2-P(X)R (R = Alkyl, Aryl; X = H, Cl) führten zu geeigneten Synthonen für den Aufbau von 1,3-Diphosphaheterocyclen.Methylenverbrückte Diphosphane RHP-CH2-PHR (R = Phenyl, tert-Butyl, Methyl), werden in dieser Arbeit als Synthone eingesetzt und die Ringschlußreaktion zu den substituierten 1,3-Diphosphorinanen 1, 2 und 3 beschrieben. Es wird weiterhin untersucht, welchen Einfluß der phosphorgebundene organische Rest auf das Verhältnis des entstehenden Diastereomerengemisches besitzt.

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Abbildung 2: 1,3-Diphenyl- (1), 1,3-Di-tert-butyl- (2) und 1,3-Dimethyl-1,3-diphosphorinan (3)

Weitere Untersuchungen befassen sich mit Reaktionen der 1l3,3l3-Diphosphorinane zu den entsprechenden l4- und l5-1,3-Diphosphorinanen. Es werden die Borankomplexe, sowie die Oxide und Sulfide synthetisiert. Weiterhin wird untersucht, inwieweit sich Koordinationszahl und verwendeter Substituent auf die Ringstruktur des Diphosphorinans auswirken.

Das Komplexierungsverhalten des cis-1,3-Di-tert-butyl-1,3-diphosphorinans 2 wird im letzten Teil der Arbeit untersucht. Der Ligand wird ein- bzw. zweizähnig an unterschiedliche Metallatome gebunden, um die Stereochemie des Ringsystems in Abhängigkeit vom Metallatom zu untersuchen. Hierzu werden die Elemente der 6. Nebengruppe Chrom, Molybdän und Wolfram in Form ihrer Carbonyle verwendet.


Wer möchte, kann sich die Röntgenstruktur des (cis-1,3-Di-tert-butyl-1,3-diphosphorinan-k2P,P´)tetracarbonylchrom(0)

Struktur

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[Grafik] Animierte GIF-Datei (248K)
[Grafik] MDL-Chime Format
[Grafik] Chem3D-Format

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